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YAYLA Sünger & Malzemecilik

Wie wählt man Rollenschaumstoff? Stärken und Einsatzbereiche

Rollenschaumstoff wird über die Stärke gewählt: Es ist dünn geschnittener, aufgerollter Schaumstoff, geliefert in 0,8 cm, 1 cm oder 1,2 cm. Die Stärke bestimmt, wie viel Volumen unter dem Stoff entsteht; tragende Aufgaben übernimmt sie nicht. YAYLA fertigt Rollenschaumstoff nicht selbst, sondern beschafft ihn, und eingesetzt wird er vor allem in Kaschierung und Polsterei.

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Was ist Rollenschaumstoff, und warum kommt er als Rolle?

Rollenschaumstoff entsteht, indem ein Schaumstoffblock dünn aufgeschnitten und die Bahn zu einer durchgehenden Länge aufgerollt wird. Das Material selbst unterscheidet sich nicht von Plattenware; anders ist allein die Lieferform. YAYLA fertigt diesen Artikel nicht im eigenen Werk, sondern beschafft und liefert ihn — wie Filz. Eigenfertigung sind Verbundschaumstoff und Taschenfederkerne.

Der erste Grund, warum dünner Schaumstoff als Rolle verkauft wird, ist der Verschnitt. Wer Teile aus einer festen Platte schneidet, muss Formen auf einem begrenzten Rechteck schachteln, und jede Schachtelung lässt an den Rändern unbrauchbare Reste zurück. Auf einer durchgehenden Bahn folgen die Teile hintereinander, und solange die Form quer in die Rollenbreite passt, geht nur die Schnittlinie selbst verloren.

Der zweite Grund ist die Lagerung. Dieselbe Quadratmeterzahl braucht aufgerollt einen Bruchteil des Platzes eines Plattenstapels, und mit Vakuumverpackung wird es noch weniger. So dünn geschnittener Schaumstoff ist biegsam genug, um sich ohne Spannung aufwickeln zu lassen, und liegt nach dem Abrollen wieder flach.

Was verändert die Stärke?

Rollenschaumstoff wird in drei Stärken geliefert: 0,8 cm, 1 cm und 1,2 cm. Die Unterschiede liegen im Millimeterbereich, und praktisch entscheidet eine einzige Frage — wie viel Volumen unter dem Stoff entstehen soll. In diesen Stärken wirkt keine der drei als tragende Schicht; getragen wird von dem, was darunter liegt: Rahmen, dickerer Schaumstoff oder Federkern.

0,8 cm trägt am wenigsten auf. Nahtzugaben bleiben schlank, Kanten bleiben scharf, und ein Bezug lässt sich straff ziehen. Das ist die Wahl für Flächen, die flach wirken sollen, für schmale Rahmen und überall dort, wo ein Bezug stramm sitzen muss.

1,2 cm gibt das meiste Volumen: Es rundet Kanten ab, verdeckt Unebenheiten des Untergrunds und fühlt sich voller an. Der Preis dafür ist die Dicke, die sich in den Nähten summiert, und ein straffer Bezug, der sich schwerer aufziehen lässt. 1 cm liegt dazwischen und ist die Vorgabe, wenn die genaue Stärke nicht kritisch ist.

Kaschierung: dem Stoff Volumen geben

Kaschierung bedeutet, eine dünne Schaumstoffschicht auf die Rückseite eines Stoffes zu kleben, sodass beide sich wie ein Material verhalten. Rollenschaumstoff ist dafür die natürliche Wahl: Auch der Stoff kommt von der Rolle, beide laufen nebeneinander in dieselbe Anlage, und die Verbindung entsteht ohne Unterbrechung.

Kaschierter Stoff verhält sich anders als der Stoff, der hineingelaufen ist. Nähte zeichnen sich klarer ab, die Struktur von Rahmen oder Schaumstoff darunter schlägt weniger durch, und der Griff wirkt voller. Je dicker der Schaumstoff, desto weiter steht der Stoff von dem ab, was darunter liegt — und dieselbe Stärke bestimmt auch, wie hoch ein Steppmuster aufträgt.

Praktisch heißt das: Die Schaumstoffstärke gehört jetzt zur fertigen Stoffstärke. Nahtzugabe, das Zuschnittmaß eines Bezugs und der Verlauf der Ecken müssen darauf gerechnet werden. Die Entscheidung über die Stärke fällt deshalb zusammen mit dem Schnittmuster und nicht erst, wenn der Stoff schon gewählt ist.

Was bei der Bestellung festzulegen ist

Eine Bestellung läuft auf drei Punkte hinaus: Stärke, Rollenbreite und Bezugsform. Die Rollenbreite kann ein Standardmaß sein oder nach Ihrer Vorgabe gefertigt werden; sie richtig zu wählen wirkt unmittelbar auf den Zuschnittplan zurück, denn der Verschnittvorteil der Rolle gilt nur, solange die Form quer in die Breite passt.

Der zweite Punkt ist die Verpackung. Vakuumverpackung ist möglich und presst die Rolle zusammen, was im Transport wie im Lager Platz spart. Vakuumverpacktes Material braucht nach dem Öffnen Zeit, um sein Volumen zurückzugewinnen; Messen und Kaschieren sollten erst danach folgen.

Der dritte Punkt ist der Bezug nach Meter oder nach Rolle. Meterware bietet Spielraum bei Versuchen oder wenn eine Bestellung mehrere Stärken umfasst; ganze Rollen geben den gleichmäßigeren Fluss für eine Fertigung, die dasselbe Material fortlaufend verbraucht.

Die vierte Größe ist das Raumgewicht: Rollenschaumstoff gibt es in zwei Abstufungen, 14 DNS und 18 DNS. Der Unterschied liegt darin, wie viel Material in einem gegebenen Volumen steckt — 18 DNS bringt im selben Raum mehr davon unter und widersteht bleibender Verformung entsprechend besser. Das gibt den Ausschlag, wo die Schicht unter Last bleibt, und zählt deutlich weniger in einer Kaschierschicht, die dem Stoff nur Volumen geben soll. Raumgewicht ist nicht mit Härte zu verwechseln; beide sind unabhängige Größen. Die aktuellen Optionen führt die Produktseite auf.

Stärkenoptionen und Lieferformen für Rollenschaumstoff
OptionWas sich ändertTypischer Einsatz
0,8 cmTrägt am wenigsten auf; schlanke Nahtzugaben, scharfe KantenFlächen, die flach wirken sollen, straff gezogene Bezüge
1 cmMittleres Volumen ohne nennenswerte ZusatzstärkeAllgemeine Möbelstoffkaschierung, Steppflächen
1,2 cmMeistes Volumen; rundet Kanten, verdeckt den UntergrundGepolsterte Flächen, Kopfteile, Bezüge mit vollem Griff
Nach MeterDie benötigte Länge wird von der Rolle geschnittenVersuche, mehrere Stärken in einer Bestellung
Nach RolleDie ganze Rolle, auf Wunsch vakuumverpackt komprimiertLaufende Fertigung, weite Transportwege

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Rollenschaumstoff und Plattenware?
Der Unterschied liegt in der Lieferform, nicht im Material: Rollenschaumstoff ist dünner Schaumstoff, der zu einer durchgehenden Länge aufgerollt ist, eine Platte dagegen ein flaches Stück in festem Maß. In dünnen Stärken erzeugt die Rolle weniger Verschnitt und braucht weniger Lagerplatz; dickere Schichten werden als Platte verarbeitet.
Welche Stärke soll es sein: 0,8 cm, 1 cm oder 1,2 cm?
Die Wahl richtet sich danach, wie viel Volumen unter dem Stoff entstehen soll: 0,8 cm für am wenigsten, 1,2 cm für am meisten, 1 cm für alles dazwischen. Die Stärke ist hier keine Entscheidung über die Tragfähigkeit — die kommt von Rahmen, dickerem Schaumstoff oder Federkern darunter.
Welches Raumgewicht hat Rollenschaumstoff?
Rollenschaumstoff wird in zwei Raumgewichtsstufen angeboten, 14 DNS und 18 DNS. Der Unterschied besteht darin, wie viel Material in einem gegebenen Volumen steckt: 18 DNS bringt im selben Raum mehr unter und widersteht bleibender Verformung dadurch besser, was überall dort zählt, wo die Schicht unter Last bleibt. Die aktuelle Auswahl steht auf der Produktseite.
Wozu dient die Vakuumverpackung?
Die Vakuumverpackung presst die Rolle zusammen, sodass sie weniger Volumen einnimmt — das spart Platz im Transport wie im Lager. Nach dem Öffnen braucht das Material Zeit, um sein Volumen zurückzugewinnen; Messen und Kaschieren sollten erst danach folgen.
Nach Meter oder nach Rolle kaufen?
Meterware ist die flexiblere Variante für Versuche oder wenn eine Bestellung mehrere Stärken abdecken muss; ganze Rollen geben einer Fertigung, die dasselbe Material fortlaufend verbraucht, den gleichmäßigeren Fluss. Beides ist möglich, und die Wahl richtet sich nach Ihrem Verbrauchsmuster.

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Begriffe im Glossar nachschlagen: Rollenschaumstoff, Blockschaumstoff, Platte / Zuschnitt, Zuschnitt, Kaschierung, Handelsware, Rohdichte, DNS (Dichtekennzahl)

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